Eine gute Absicht ist niemals gut genug (laut Kurt Tucholsky): Die Arpeggione, diese Art von Hybrid - eine große Gitarre, die von einem Bogen gerieben wird - hat es nie geschafft, sich Musikern aufzuzwingen. Diese organologische Neugier wäre sicherlich in völliger Vergessenheit längst vergessen gewesen, wenn genau Franz Schubert seine Sonate a-Moll für dieses Instrument nicht komponiert hätte. Und diese Arbeit in drei Sätzen ist wirklich unsterblich. Es stellt aber auch ein Problem für Urtext dar, da der ursprüngliche Arpeggione-Part ohne Eingriffe in den Text nicht auf dem Instrument gespielt werden könnte, das dem Timbre am nächsten liegt, nämlich der Bratsche oder dem Cello. Der Verlag G. Henle löst damit das Dilemma: Einerseits wird der ursprüngliche Arpeggione-Part dem ursprünglichen Klavierpart (Partitur) überlagert, andererseits dem separaten Partitur, der der Partitur beigefügt ist seltene wesentliche Oktavänderungen sind deutlich angegeben. Es kam für uns nicht in Frage, einen anderen Teil in Betracht zu ziehen - zum Beispiel die Geige (wie in der nach dem Tod des Komponisten veröffentlichten Diabelli-Ausgabe), die Flöte oder ein anderes melodisches Instrument mit einer scharfen Reichweite -, weil all diese Alternativen sind weichen zu sehr von den Stempeldarstellungen ab, die Schubert haben könnte. Im Idealfall könnten wir überlegen - warum nicht? - ein Teil des Kontrabasses.

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