Das Conservatoire de Paris wurde im Jahr 1795 gegründet und hat politische Wechselfälle, pädagogische und ästhetische Revolutionen und natürlich die Veränderungen im Beruf des Künstlers erlebt. Eine solche Langlebigkeit ist offensichtlich ein Problem, besonders wenn der Begriff der Institution in Frage gestellt wird.
Um der langen Geschichte des Pariser Konservatoriums zu folgen, schlägt dieses Buch eine originelle Formel vor. Ein kurzer historischer Essay analysiert zunächst die Säulen, auf denen seit fast zwei Jahrhunderten eine der führenden Schulen der europäischen Musik ruht. Dann gehen 16 Interviews mit Personen, die in der Einrichtung ausgebildet oder gearbeitet haben, auf ihre Fundamente zurück und beleuchten ihre Geschichte in den letzten fünfzig Jahren.
Die Interviews wurden mit Jane Berbié, Gilbert Amy, Alain Meunier, Jacqueline Billy-Hérody, Alain Louvier, Catherine Robin, Alain Poirier, Marc-Olivier Dupin, Philippe Dinkel, Claude Delangle, Géry Moutier, Frederic de Roos, Coralie Fayolle, Bruno Messina, Bruno Mantovani und Alexis Kossenko.
Rémy Campos enseigne l’histoire de la musique au Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris depuis 2001 et coordonne la recherche à la Haute école de musique de Genève. Ses travaux ont porté sur la redécouverte des musiques anciennes, sur les conservatoires et sur les questions d’historiographie. Il travaille actuellement sur l’histoire des pratiques musicales aux xixe et xxe siècles.
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